Baukosten - Preissteigerung

Gemäß Statistischem Bundesamt sind die Baukosten für Wohngebäude bei Neubauten in den letzten Zehn Jahren um annähern 40 % gestiegen.

Alleine seit dem vierten Quartal 2020 haben sich laut Medienberichten die Priese für Holz um ca. 15 % bis 20 %, für Mineralölerzeugnisse und Dieselkraftstoffe um ca. 15 % bis 20 %, für EPS-Dämmstoffe zur Verwendung bei Wärmedämm-Verbundsystem um ca. 25 % und für Baustahl um ca. 30 % verteuert.

Des Weiteren stellen sich Lieferengpässe und potentielle Lieferstopps von Baustoffen und Materialien als weiters Problem dar, so dass in der Folge Bauunterbrechungen und Baustopps entstehen können.

Mit welchen Auswirkungen stellen sich die gegebenen Preiserhöhungen und Lieferengpässe für den Auftraggeber / Bauherren dar?

In der Regel können Preiserhöhungen bei rechtkräftigen Verträgen auf den Auftraggeber, insofern keine Preisgleitklauseln vereinbart wurden, nicht weitergegeben werden.

Es ist jedoch bei der Gestehung von Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser mit potenziellen Verzögerungen, Baumängel und Bauschäden zu rechnen.

Zur Darstellung und Nachbearbeitung eventueller Baumängel und Bauschäden bedarf es in der Regel eines entsprechenden Gutachtens.

Bei der Wertermittlung sind gegebenen Baumängel und Bauschäden entsprechend ihrer Umfänglichkeit und der damit verbunden Kosten zum Verkehrswert zu berücksichtigen.